#14 Pin hole photos

Videre 35mm Pinhole Kamera

Schon beim Bau der Kamera habe ich mich über die lästigen Klebepunkte geärgert, aber Mr. Ungeduld himself wollte sie in einem Rutsch fertigstellen. Er hätte sich einfach Bastelkleber besorgen sollen…naja, auch so werden hoffentlich ein paar sinnvolle Bilder rauskommen.

„So“ soll heißen, mit Gummis zusammengehalten, mit Pflastern notdürftig erstversorgt. Einziges wirkliches Sorgenkind stellt die Einschlagmutter am Boden der Pinhole-Kamera dar, damit soll das Stativ aufgenommen werden. Sowohl meine Wechselplatten noch mein Ministativ lassen sich sinnvoll festmachen, sodass alleine durch den „Verschluss“ die Bewegungsunschärfe eine Rolle spielen dürfte.

In meinem Garten habe ich gestern zur goldenen Stunde einige Belichtungen gemacht, selbst im warmen Sonnenlicht musste ich ca. 4 Sekunden belichten, im Schatten waren es wahnwitzige 35 Sekunden bei Einbezug des Schwarzschildeffekts, da kommt schnell der Wind in die Quere.

Was will ich neben den Blümchen im Garten und Teddy noch fotografieren? Mit der wahnsinnigen Schärfentiefe bei dieser winzigen Blendenöffnung werde ich versuchen, das ein oder andere meiner alten Lensballbilder erneut aufzunehmen. Dabei bin ich wirklich gespannt, wie viel schärfer der Hintergrund zu sehen sein wird.
Ansonsten werde ich sie an einem meiner liebsten Orte in Bochum – dem Westpark – ausführen und ausgiebig testen.

Glaskugel auf der Fußgängerbrücke im Westpark in Bochum
Rolleicord IIe | Rolleinar 1 | Ilford Delta 400

Was soll ich sagen? Dieses Wochenprojekt (aus dem sicher mehrere Wochen werden) finde ich extrem spannend. Die Kamera aus Pappe, permanent gefährdet auseinander zu fallen, ein Plastikschieber mit Aussparung als Verschluss, der Filmtransport ohne Zählwerk, kein Sucher für die Komposition, kein Grund zur Fokussierung und auch keine Möglichkeit dazu & trotzdem können, nein, werden hoffentlich tolle Fotos dabei herauskommen.

Die Fotos werden nachgereicht…

#13 Pin hole DIY

Videre 35mm Pinhole Kamera

Nachdem ich bei einem anderen Blogger spannende Aufnahmen einer Pinhole Kamera gesehen habe, wollte ich es nun endlich selbst probieren.
Glücklicherweise hatte ich mir vor einiger Zeit über Kickstarter eine Pinhole Kamera aus Pappe geleistet. Um genau zu sein, eine Videre, die von der Optik an eine TLR erinnert und mit 35mm Kleinbildfilm bestückt werden kann. Genau das richtige Spielzeug für einen Fan der zweiäugigen Kameras.

Laut Verpackung sollte ich eine fertige Kamera in ca. einer Stunde in Händen halten. Ich glaube, die Angabe wurde von jemandem geschrieben, der das Modell schon ein paar mal aufgebaut und somit bereits etwas Erfahrung hatte und nicht jeden Arbeitsschritt fotografieren wollte. 🙂

Bis auf wenige Ausnahmen ist die Anleitung, obwohl sie in s/w Skizzen gehalten ist, recht verständlich und auch die Bauteile lassen sich gut durch Nummerierung in den vorgestanzten Rahmen identifizieren.
Wie lange ich schlussendlich gebraucht habe, kann ich gar nicht sagen, weil ich zwischendurch durch meine Freundin abgezogen wurde, da sie ohne Portemonnaie versucht hatte zu tanken und ich sie quasi freikaufen musste…zwei Stunden waren es aber bestimmt.

EOS 6 D | 50mm | f11 |ISO 100 | Verschlusszeiten divers

Die mitgelieferten Klebepunkte sind toll, wenn keine Alternative zur Hand ist, ansonsten aber nicht zu empfehlen, da sie zu dick auftragen und die Klebestellen etwas abstehen.
Ansonsten hatte ich etwas Schwierigkeiten mit dem Lichtschacht aus Tonkarton, da dieser fortgeschrittene Origami-Skills erfordert, die mir fehlen und die kreisrunden Pappteile, die das Objektiv illustrieren, waren ebenfalls trickreich, sowie das Film – Kodak Gold ASA 200 Farbnegativ -einlegen.
Aber hey, schlussendlich habe ich Grobmotoriker es dann doch geschafft, sodass ich in den nächsten Tagen die ersten Feldversuche starten kann…dazu nächste Woche mehr.