#17 Erster Geburtstag

Statt Pinhole – Birth-Day

Letzten Sonntag hatte ich eigentlich vor, im Westpark ein paar Aufnahmen der Gebläse- und der Jahrhunderthalle im goldenen Abendlicht mit meinem kleinen Pappkameraden anzufertigen, damit der Film auch irgendwann voll wird und vorzeigbare, vielleicht sogar sehenswerte Ergebnisse herauskommen.

In meinem Arbeitsalltag gehören die meisten Samstage zum Pflichtprogramm und während der Hochsaison, bleibt wenig Freizeit. Da ich die letzten beiden Wochen allerdings durchgezogen und mein Patenkind zu ihrem ersten Geburtstag geladen hatte, entschied ich, nur samstags vormittags zu arbeiten. Danach ab ins Auto und 350 km durch die Republik, um überraschend die Party zu crashen.

So wurde kurzerhand das Thema der Woche in „Kinderporträt“ geändert, (fast) alles Analoge zuhause gelassen und nur die DSLR mit lichtstarker 50mm Festbrennweite eingepackt. Einfach aus dem Grund, weil ich mit meinen analogen Kameras zu langsam mit dem Fokus bin, um die quirligen Wesen scharf abzubilden und alle 12 Aufnahmen der Film zu wechseln gewesen wäre. Außerdem hatte ich nur s/w Film mit ausreichender Lichtempfindlichkeit auf Vorrat und ich wollte passend zu Stimmung und Witterung auf Farbe nicht verzichten.

Für die Aufnahmen, die ich üblicherweise mache, benötige ich keinen Blitz. Daher nenne ich lediglich einen kleinen Aufsteckblitz mein Eigen und kenne mich in der Thematik auch nicht besonders aus, weswegen ich auf einem Kindergeburtstag, der hauptsächlich innen stattfand, nicht damit anfangen wollte. Folglich mussten entweder der ISO hochgeschraubt und/oder die Blende sehr groß sein. Ich entschied mich für eine Kombination aus beidem, da ich besser mit etwas Bildrauschen als mit ungewollter Bewegungsunschärfe leben kann.

Anmerkung am Rande: Die offene Blende hat einen weiteren gewichtigen Vorteil, dass wenig fotogene Dinge im Hintergrund in Unschärfe absaufen und so nicht vom eigentlichen Motiv ablenken.

Jetzt hieß es nur noch, den Fokus auf Servo zu stellen, dass selbiger nachgeführt und nicht mehr Ausschuss als nötig produziert würde. Und schon konnte es, mit Konzentration auf Mutter und Kind – von beiden hatte ich in Vergangenheit zu wenige Aufnahmen gemacht – losgehen.

Da ich nicht stören und möglichst natürliche Bilder haben wollte, verzichtete ich auf jegliche Regieanweisungen, schlüpfte stattdessen in die Rolle des Betrachters und versuchte mit dem richtigen Timing auszulösen. Insgesamt sind ein paar schöne Aufnahmen herausgekommen – Mission accomplished!

Da es sich allerdings um private Bilder handelt und ich sowieso sehr kritisch gegenüber Bildern von Kindern im Netz bin, muss dieser Beitrag gänzlich ohne auskommen.

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